ga('create', 'UA-81645649-1', 'auto'); ga('set', 'anonymizeIp', true); ga('send', 'pageview');
Menü
mit der Macht von 4.8

Nach jeder längeren Tour

ist es normal ,daß hier und da mal ein Spike verloren geht. Auf Asphalt oder steinigen Wegen umso mehr! Lässt sich nicht immer vermeiden. Hinten muss ich meistens mehr Spikes wieder eindrücken als vorne. Hinten zwischen 5-10 Stück, vorne "nur" 3-5 Stück.
Ich hab allerdings festgestellt, daß meistens nur die in der Mitte fehlen. Bei den letzten Touren habe ich die Spikes in der Mitte nicht mehr eingesetzt, und merke auch keinen großen Unterschied auf Eis! Die umliegenden Spikes bieten noch genügend Grip!!!

 

Spikes

Wer keine fertigen Spike-Reifen kaufen möchte, der kann sie auch selbst machen.
Man nehme:
- 2 Schwalbe Jumbo Jim 4.8 Liteskin  (Schlauchreifen)
- 350 Spikes von Schwalbe (150 pro Reifen,
   plus  Reserve)
  Am besten das Eindrückwerzeug im Satz gleich mitbestellen. Es Lohnt sich wirklich!!! 
- Einen 2,5mm Bohrer (einen Anschlag auf 4- 5mm Bohrtiefe ist nötig, um gleichmäßige Löcher zu bekommen. Ich hab das Innere einer Blindniete entfernt und die Hülse am Bohrer als Anschlag angebracht. Isolierband oder ähnliches am Bohrer als Bohrtiefenmarkierung taugt nichts, da der Bohrer so heiß wird , dass sich das Band sofort verschiebt! Achtung Bohrtiefe ausprobieren, bei neuen Reifen etwa 4mm. Bei abgenutzten Stollen entsprechend weniger.
Keine Angst, ich bin einige male plötzlich etwas tiefer gelandet. Ohne großen Schaden.
-Eine Bohrmaschine mit genügend Drehzahl.
 Am  Besten einen "Dremel" oder ähnliches.
 Dann benötigt man noch:
-Einen gut belüfteten Raum oder eine geruchsunempfindliche Nase!
Der Gummi wird sehr heiß, und fängt das stinken an!!
-Eine Schutzbrille, da viel Gummiabrieb umherfliegt!

Dann kann es eigentlich schon losgehen!

Wenn die Löcher ordentlich gebohrt sind, kommt das anstrengendste, nämlich ungefähr 300 Spikes in die Reifen drücken!! Wenn man damit fertig ist hat man längere Zeit etwas davon. Der Unterarm samt Hand fühlt sich dann so an, als wenn man beim Armdrücken gegen "Popeye"  verloren hätte!

Wenn die Kraft nachlässt, mal Pause machen. Sonst bekommt man keinen einzigen Spike mehr in den Gummi. Dünne Handschuhe für ein gutes Gefühl und als Schutz wenn man garantiert mehrmals abrutscht und an den Spikes entlang "hobelt" sind von Vorteil!!!

Noch ein Tipp für´s Bohren:
Ich hab den Reifen auf etwa 1,5 bar aufgepumpt. Auch zum Spikes eindrücken gehts bei 1,5 bar besser.

Man benötigt für beide Reifen etwa 3-4 Stunden, je nach Geschick.

Ergänzung,Januar 2017:
Vor dem eindrücken der Spikes die Löcher (oder Spikes) mit etwas Reifenmontagepaste oder alternativ mit Wasser/Spülmittelmischung benetzen!!!  Das geht dann schon fast von allein.

Etwa einen Tag warten bis die Montagepaste getrocknet ist, dann rutschen die Spikes nicht gleich wieder raus!

(Leider ist mir diese Idee erst jetzt eingefallen, als ich meine Spikereifen für die Saison 2017 wieder auf "Vordermann" gebracht habe....

Alle Angaben ohne Gewähr!!!

Hier noch ohne Spikes, nur mit Löcher
Nicht jeder Stollen bekommt ein Spike. Wie hier abgebildet, ist es völlig ausreichend!
Ausreichend Grip on Ice!
Bohrer für die Spike- Löcher